osteopathische Telatherapie & Neurofunktionelle Integration

Was ist osteopathische Telatherapie?
Die osteopathische Telatherapie ist eine Mischung aus Osteopathie und Physiotherapie sowie Manueller Therapie. Sie vereint zudem das Wissen aus den Bereichen Schmerztherapie, allen Fascientherapie-Konzepten, Yoga, Thaimassage, Pilates, Feldenkrais, Spiraldynamik, Sporttherapie, Sportphysiotherapie, Taping, Kinesiotaping, Flossing, Akupunktmassage, Schulung der Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL) und Verbesserung des ergonomischen Verhaltens (am Arbeitsplatz, beim Schlafen, beim Sport). Die osteopathische Telatherapie ist einzigartig und extra entwickelt worden um die Osteopathie optimal zu ergänzen.

spezielle Fascientherapie:
Fascien sind Umhüllungen von Muskeln und Organen sowie Gefäßbündeln. Sie dienen als Grenzschichten und Gleitschichten, sodass z.B. Darmperistaltik möglich ist. Verklebungen (Durch Medikamente, Stress, Fehlernährung) der Fascien führen demnach zu massiven Problemen im organischen Bereich. So können Lungensegmente sich nicht optimal entfalten, der Herzbeutel könnte komprimiert werden, die Bauchspeicheldrüse oder auch Leber/Galle können nicht optimiert im Zwölffingerdarm-Komplex durch das Zwerchfell mobilisiert werden, der Magen erfährt eine ungünstige Druckbelastung, der Druck im kleinen Becken (urogenitales System) kann sich so erhöhen und Stauungen in den Beinen können sich einstellen.

Über spezielle Techniken können Fascien an den Befestigungsstellen mobilisiert werden und so bis in die Tiefe wirken. So kann z.B. der Plexus lumbalis, der auf dem M. iliopsoas liegt von dessen Fascie in der Mobilität eingeschränkt sein, da dieser Muskel in der Chirugie als „Mülleimer des Darms“ gilt, weil er hinter dem Darm liegend Stoffwechselendprodukte einlagert, die durch den Darm diffundiert sind und die Iliopsoasfascie toxisch verklebt. Da die Nieren diesen Muskel als Gleitlager benutzen, kann dieses von Nieren-Rückenschmerzen bis hin zu Knieschmerzen führen.
Gleichzeitig ist dieser M. iliopsoas in traumatischen Situationen (Stress – siehe auch neurohormonelle Zusammenhänge) oft hyperton (hohe Spannung) und ist sowohl ein „traumatischer Zeiger“ als auch ein Zugang. Mittels provoziertem Zittern (Trauma Releasing Exercises) kann man diese Angst-Spannungen lösen (TRE-Methode).

Verbindung von Gewebe und Nerven als Teil der holistischen Osteopathie:
Um die Sensorik mit der Motorik sinnvoll zu verbinden, muss man die hohe Sensitivität des Nervensystems verstehen. PhD Chang Ha Suh, Experte für Biomechanik der Wirbelsäule an der Universität von Colorado, veröffentlichte folgende Aussage: „…Subluxationen am Wirbel führen durch die Verursachung einer strukturellen Fehlfunktion der Wirbelsäule und durch Nervenstörungen zu grundlegenden Veränderungen im gesunden Körper. Das Gewicht einer Münze auf einem Rückenmarksnerv reduziert die Nervenimpulsübertragung um bis zu 60%.” Somit nutzen wir die osteopathische Telatherapie als Ergänzung zum Gleichgewichtstraining um dann ein neues Haltungs- und Bewegungsmuster neurofunktional dieses zu integrieren.

Was ist neurofunktionelle Integration?
Das Nervensystem  (Einführung in die Neuroanatomie) koordiniert alle Funktionen im Körper. Jedes Symptom kann somit Folge einer gestörten Funktion des Nervensystem sein. Durch neurofunk

tionelle Testung der Körpersysteme kann man eine Fehlschaltung im „Schaltkreis“ finden.  Nähere Erklärungen finden Sie in diesen Links von Dr. med. Philip Eckhardt dem Gründer der Neurolog-Akademie:

Allgemeine Hintergründe
Neurofunktionelle Integration
Spezielle Hintergründe

Durch manuelle Reize an bestimmten Körperpunkten wird dann die Stabilität der Funktion wieder hergestellt und überprüft. Das Gehirn kann dann die Funktionen wieder eigenständig regulieren. Siehe auch das Gehirn als 3-D-Animation in diesem Link: Das Gehirn

Das Zusammenspiel der verschiedenen Körpersysteme wird somit verbessert.

Ziele:
1. Konservierung der osteopathischen Behandlung: Die Behandlungstermine der Osteopathie können somit in größeren Abständen erfolgen.
2. Effektivitätssteigerung: Die osteopathische Behandlung erhält weitere kleine Trainingsreize, die nach dem Trainingsgesetz der Superkompensation das Behandlungsergebnis verbessern können.
3. Prävention: Durch individuel-spezifische Übungen als Programm wird die Rezidivgefahr entscheidend verringert.
4. Hilfe zur Selbstregulation der neuronalen Muster (Bewegung).

Häufigkeit:
Akut: 2 mal pro Woche
Subakut: 1 mal pro Woche bis 1 mal im Monat
Präventiv: 1 mal im Monat bis 1 mal im Quartal

Abrechnung:
Da die osteopathische Telatherapie & neurofunktionelle Integration ein Teil der Osteopathie sind, gelten zur Durchführung und Abrechnung die gleichen juristischen Bedingungen.
Die Behandlungspreise der osteopathischen Telatherapie werden analog zur GebüH ermittelt (siehe GVT). Die neurofunktionelle Integration wird im Rahmen der Osteopathie gemäß GebüH bzw. GVO abgerechnet.